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Ausflug zum Gleinkersee


 

Ausflug zum Gleinkersee

 

Tageszentrumsausflug am 19. Juli 2011

 

Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr!

 

So meinte David vor zwei Jahren, als wir das erste Mal zum Gleinkersee ausflogen. Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute sich so bewährt hatte und so nah liegt. Vom Reiseziel waren wir überzeugt. Aber ob’s Wetter schön wird, war unsicher. Sicher war nur, schöner wird’s nimmer. Laut Wetterbericht und auch im nachhinein gesehen war es der bestmögliche Tag für unser Unternehmen, weil vorher und nachher gab’s jede Menge Regenwetter.

 

So weit , so gut. Unser Firmen-Fiat war mit sieben Plätzen ausgebucht und dazu zwei PKWs. Und fast alle, die sich angemeldet hatten, waren auch da, am Morgen des 19. Juli. Insgesamt waren wir 14 Leute, die chauffierenden Mitarbeiter, unseren längstdienenden Siegi und die Praktikantin Dagmar mit eingeschlossen. Mit ins Gepäck kamen die Ausrüstung fürs Liegen und fürs Picknick am See. Dann ging es los!

 

Gegen Mittag tröpfelten die drei Autos samt Ausflügler am Parkplatz am See ein. Gerhard schien mit seiner Mannschaft der erste zu sein. Wir kamen mit dem Firmenbus etwas später an, weil wir unbedingt noch tanken mussten. Wo doch der Tank fast leer war. Dass er verkehrt herum eigentlich fast voll war, musste ich in meinem Irrglauben dann doch einsehen, nachdem die Zapfsäule trotz Drücken und Würgen nichts mehr hergab und auch der Tank absolut nichts mehr schlucken wollte und sich erbrach. Peinlich, peinlich! Aber das war nicht der einzige Tritt ins Fettnäpfchen an diesem schönen Tag. – Pamela, auf die wir am Parkplatz noch warten zu müssen glaubten, war mit ihrem Flitzer samt Belegschaft schon längst angekommen.

 

Nachdem wir uns alle wieder gefunden hatten, ging’s zum See. Gut, dass wir Walter mit hatten. Nachdem er früher viele Jahre als Badewaschl am See gearbeitet hatte, war er absolut informiert, wo was ist, was wie viel kostet und was wir uns sparen können. Nachdem wir unser Gratis-Basislager direkt am See errichtet hatten, tat gleich jeder, worauf er oder sie Lust hatte: Bankerl sitzen, Booterl fahren, schauen, herumhängen oder fotografieren. Und da war es schon wieder das Fettnäpfchen: Gerhard, der Kollege und Hobbyfotograf mit der tollen Fotoausrüstung verrenkte sich engagiert, um Kollegin Pamela ins tolle Landschaftsbild zu setzen. Leider war keine Speicherkarte in der tollen Kamera! Mein etwas hinterhältiger Versuch, den Fotografen beim Fotografieren zu fotografieren, gelang nicht auf Anhieb, denn da war kein Akku in meiner Kamera. Gut aufgeladen, aber nicht eingeladen war er nicht mit gekommen. Aber ich hatte noch eine Zweitkamera dabei. Und so wurde trotz der geistigen Aussetzer und darob Ausfälle doch so einiges für die Nachwelt dokumentiert.

 

Zwei Tretboote stachen in See und waren alsbald kaum mehr im hinteren Bereich des Sees sichtbar. Corina, Hans und David legten als erste los. Bei der zweiten Mannschaft hatte ich etwas Bauchweh, weil Daniel vielleicht doch nicht ganz seetüchtig war – mit seinem lädierten Bein und seinen zwei Krücken. Dass er zunächst unbedingt seine Krücken mit aufs Boot nehmen wollte, machte das Unternehmen nicht vertrauenswürdiger. Er bekam Krückenverbot und fuhr dann ohne Krücken und mit Walter, der mit seinen zwei funktionstüchtigen Beinen ordentlich in die Pedale trat und ihn wieder heil an Land zurück brachte. Gott sei Dank!

 

Nach den ersten Vergnügungen war das Wirtshaus dran. Bei einem See ist es zum „Seewirt“ nur ein Hupfer. Die Seewirtinnen waren echt flott und zackig – kaum hatten wir bestellt und uns die Getränke per Selbstbedienung ausgesucht und Platz genommen, wurden uns auch schon das bestellte Essen serviert, vom Schweinsbraten bis zu Würstl, Vitalsalat und Riesenbuchtel. Dass das Essen und ein bis zwei Getränke im Ausflugsangebot inkludiert waren, verdanken wir unseren SponsorInnen, die solche „bsunderen Tag“ ermöglichen.

 

Nach Mittag kam das Nach-Mittags-Programm, das sich nicht so sehr vom Vor-Mittags-Programm unterschied, abgesehen vom Mittagsschlaf, den manche genossen. Die Aktiven allerdings wollten noch einmal mit dem Boort fahren oder ins Wasser waten. Den See zu umrunden war nicht durchgängig möglich, weil im hinteren Bereich wegen Steinschlag Sprengungen und danach Aufräumarbeiten stattfanden. Trotz der reichlichen Geruhsamkeit und Beschaulichkeit mit Ruhen und Schauen verging die Zeit viel zu schnell. Als am späten Nachmittag noch einmal das Picknick auf Decken aufgedeckt wurde, bereuten manche fast, schon beim Wirtn gegessen zu haben. Wer noch konnte, langte nochmals herzhaft zu bei Wurst- und Käsestücken und Tomaten und Paprika.

 

Vorm Zusammenpacken unseres Lagerplatzes machten wir noch ein buntes Gruppenbild mit Decken und Taschen. So manche wären gerne länger geblieben. Und David hatte wohl recht, wenn er meinte, dass jeder dumm ist, der bei so einem Ausflug nicht mitfährt. Oder umgekehrt, dass wir alle g’scheit waren, dass wir mit dabei waren.

 

Text: Eva E.

 

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Beitrag erstellt von Eva am 16-09-2011 und zuletzt geändert am: 16-09-2011 um 19:01 Uhr