Tageszentrumsrenovierung
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Grau und Mief raus, Farbe und Frische rein!
Ende September 2011 haben wir nach zwei Jahren Betrieb Renovierungstage im Tageszentrum angesagt: zwei Tage Ausräumen, Ausmalen und Putzen, Putzen bei guter Kost!!!
In der Küche scheppert es schon. Dagmar, die Chefin der Küchenbrigade, ist schon am Vorbereiten und Werken. Ob ich weiß, wie viele Leute kommen und mithelfen – wegen der Lasagne-Portionen – kann ich nicht beantworten. Mal sehen! Sonst wird Sugo eingefroren. Um 9 tröpfeln die Ersten ein, nicht zum Tagwerken, sondern um ihr Taggeld zu holen. Aber Erich, Mini und Harry stehen schon entschlossen „Hier bei der Arbeit“. David schleift sich ein von „Na, Ausmaln net … aber abpickn hüf i eich“. Letztlich ist er uns zwei Tage geblieben – und voi da Profi! Harry in der Arbeitskluft ist kaum am Boden zu halten. Aufi, aufi aufs G’rüst muaß er, scheint sein Programm zu sein. Erwin ist auch startklar für alles und Mini sowieso. Kurze Zeit später trudeln wie versprochen Hans und Corina ein, ach ja und Kerstin und Markus. Letztere zwei helfen Dagmar in der Küche beim Schneiden und Rühren. Kollege Siegi hält uns telefonisch den Rücken frei.
Und dann geht’s los. Traudi verräumt mit Harry die Möbeln und macht die Türen und Wandvertafelung mit Putzfetzen abklebefit. Und Gerhard? Ja, wo ist Gerhard? Laut Masterplan müsste er da sein, aber ein Anruf genügt und diverse Zeitstürze eingerenkt und Gerhard wirft sich in Schale und erscheint prompt im Malergwand, Nun kann uns nichts mehr halten. Außer Mini manchmal die Leiter, wenn Traudi oben steht. Fast noch nicht fertig mit dem Abpicken, sind Harry und Erwin schon ganz heiß auf die Nikotinfarbe. Die kann man nicht inhalieren, aber die soll schön decken, was besonders für verrauchte Räume gut ist. Und es funktioniert auch. Sauteuer, aber gut: der Probeanstrich macht zuversichtlich, dass ein Anstrich genügen wird. Und nachdem Erwin und Harry angefangen haben, sind sie nicht mehr aufzuhalten. David und ich machen Ränder und Fensternischen und alle anderen sicher auch was, aber das checke ich nicht alles, weil ich mich pinselmäßig konzentriere, dass ich nicht allzu sehr patze. Mini steht mir bei oder ich ihm. Komisch, ich bin viel bekleckster als David, der noch durch keinerlei Farbspritzer verunziert ist. Mittags bremsen sich alle ein, als der Ruf aus der Küche erschallt, dass die Lasagne fertig ist. Das Essen ist traumhaft. Der restliche Montag fehlt mir, weil ich eine krankheitsbedingte Abberufung bekam. Als Trostproviant bekam ich noch einige Mehlspeisen (!) mit: gebackene Mäuse und Busserl.
Umso schöner war es nächsten Morgen zu sehen, was noch alles geschehen war: der Vorraum und Aufenthaltsraum waren picobello ausgemalt, ebenso der Gang vor den WCs. Nach Frühstück, Lagebesprechung und Blödelei ging es wieder ans Werk: dort noch ein gelbes Farbband, da noch einen abwaschbaren Transparentanstrich. Und nebenher wurde schon wieder das Abgepickte enthüllt und geputzt und geputzt und geputzt. Und mittags war der Schweinsbraten mit Knödeln und Kraut ein Gedicht!!! Silvana sorgte nachmittags nach ihrem Urlaub noch für neue Putzenergie, zusätzlich zu der noch vorhandenen von uns allen. Dazwischen wurde jede Menge geblödelt rund um „Hase 1“ und „unser aller Hase“, aber sonst wird nichts verraten (auch weil ich das Meiste schon wieder vergessen habe, außer dass wir viel gearbeitet und viel gelacht haben). Jedenfalls Hans montierte vernünftiger Weise alles wieder dort an, wo es vorher war: von Schaltern bis Mistkübeln und Feuerlöscher. Zum Niederknien war dann auch das Reinigen der Fugen der Bodenfliesen: schwer ergraute Fugen wurden im Schweiße unseres Angesichts mit ATA (in dem Fall kein außergerichtlicher Tatausgleich sondern ein Putzmittel) wieder weiß! Und das dauerte und dauerte. Hans und Corina durften dann, weil sie bis zuletzt ausgeharrt hatten, noch duschen. Und damit konnten sie dann auch fast nicht mehr aufhören, zumindest nicht fahrplanmäßig, weil zwei Züge ohne mich fuhren, weil sie „eh gleich fertig“ gewesen wären. Jedenfalls waren sie dann wunderschön geduscht und ich bin auch noch gut nach Hause gekommen – und dass unser Tageszentrum jetzt wieder frisch und sauber und schön ist und so viele mit geholfen haben, ist echt voi super!!!
Text: E. E.
Beitrag erstellt von Eva am 28-10-2011 und zuletzt geändert am: 27-11-2011 um 18:02 Uhr

